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Mobile First - die Zukunft ist mobil!

Mobile First – die Zukunft ist mobil!

Alexander Peketz | 24. 11. 2016 | Blog, Grafik- und Webdesign, IT / Technik, Online Marketing

Google macht nun endgültig ernst mit seiner Mobile First Strategie: Wurde bisher die Desktop-Version einer Webseite für die Google-Indexierung herangezogen, so wird zukünftig die mobile Version verwendet. Damit reagiert Google auf die rasant wachsende Zahl der Suchanfragen per Smartphone. Was diese Umstellung bedeutet und welche Änderungen sie mit sich bringt, zeigen wir dir in diesem Blog-Beitrag.

Mobile First – ist meine Website fit für die Zukunft?

Ob diese Umstellung Auswirkungen auf dein Webseiten-Ranking hat, ist einfach zu beantworten: Wenn du bereits ein Responsive Design bei deiner Webseite verwendest, solltest du keine negativen Folgen zu erwarten haben, da sich der Inhalt und Aufbau geräteübergreifend anpasst.

Betreibst du aber neben deiner Desktop-Webseite eine gesonderte Mobilversion, musst du sicherstellen, dass sämtliche Inhalte der Desktop-Version auch auf der mobilen Seite optimal verfügbar sind. Da Google zukünftig die mobile Version deiner Webseite für die Indexierung verwendet, kann es passieren, dass manche Inhalte, die sich nur auf deiner Desktopseite befinden, nicht mehr erfasst werden.

 

Die wichtigsten Faktoren für deine Mobile First Strategy:

 

1. Speed

  • Bilder
    Große Bilddateien verlangsamen deine Webseite unnötig. Wer hier gute Vorarbeit leistet und seine Grafiken in der geeigneten Größe und mit angemessener Kompression speichert, gewinnt wertvolle Ladezeit. Einer der wichtigsten Rankingfaktoren bei mobilen Seiten.
  • Code reduzieren
    In nahezu jedem Sourcecode gibt es Optimierungsbedarf: Wer über keine bzw. wenige Programmierkenntnisse verfügt, dem hilft ein Gespräch mit seinem Administrator oder seiner Agentur! Unnötige oder ineffiziente Codezeilen können entfernt bzw. umgeschrieben und die Ladezeiten somit niedrig gehalten werden.
  • Browser Caching nutzen
    Dabei werden die Daten einer Webseite beim Aufruf lokal auf dem PC gespeichert. Bei einem erneuten Aufruf können diese Daten vom Computer abgerufen werden und müssen somit nicht erneut vom Server geladen werden, was sich ebenfalls positiv auf die Seitenladezeit auswirkt.

 

2. CSS & JavaScript Elemente

Vor wenigen Jahren war das Blockieren dieser Elemente noch sinnvoll – Smartphones hatten sowohl hardware- als auch softwareseitig Schwierigkeiten diese Daten zu verarbeiten, was zu fehlerhaften Darstellungen oder langen Ladezeiten führte.

Heutzutage sind nahezu alle Smartphones in der Lage diese Elemente korrekt darzustellen – das weiß auch Google und der dazugehörige Smartphone Googlebot: Er kategorisiert den gesamten Content einer Seite, wie er für den Endbenutzer am Smartphone sichtbar ist. Ein Blockieren von CSS oder Java-Elementen wirkt sich dann sogar negativ aus. Stelle also sicher, dass diese Elemente nicht blockiert werden und dem Googlebot uneingeschränkt zum Auslesen zur Verfügung stehen.

 

3. Mobile Design

Wie bereits erwähnt, stellt die Verwendung eines Responsive Designs die unkomplizierteste und effizienteste Methode dar, um eine Webseite mobile friendly zu gestalten. Dennoch gibt es Punkte, die beim Design beachtet werden sollten:

  • Flash is dead! Wer auf seiner Seite nicht auf multimediale Extras wie Animationen oder Videoplayer verzichten möchte, ist mit der Umsetzung über HTML5 oder Java wesentlich besser beraten!
  • Pop-Ups – less is more! Nichts frustriert User mehr als ständig mit Pop-Ups belästigt zu werden. Die Folge ist klar: hohe Absprungraten, die wiederum in einem schlechteren Ranking münden.
  • Design for the finger! Ordne deine Navigationselemente so an, dass diese bequem mit dem Daumen zu erreichen sind und versehentliche Klicks vermieden werden.

 

In unserem Blogbeitrag über Mobile UX und im Google Mobile Guide findest du noch weitere Infos und Tipps rund um die Optimierung deiner mobilen Webseite! Darüber hinaus kannst du über den Google Mobile Friendly Test herausfinden, wo noch Optimierungsbedarf für die Anzeige deiner Webseite auf Mobilgeräten besteht.

Verwendest du für die Verwaltung deiner Webseite ein CMS wie WordPress oder Joomla, dann empfehlen wir dir den Mobile Friendly Websites-Leitfaden von Google zu lesen.

 

4. On-Page Optimierung

Bedenke, dass dir in den Google SERPs (Search Engine Result Pages) auf mobilen Geräten weniger Raum zur Verfügung steht als auf dem PC. Gestalte also deine Titles und Descriptions zielgerichtet und nicht zu lang! Du hilfst damit dem Googlebot deine Webseite schneller zu erfassen, was wiederum zu besseren Klickraten und einem höheren Ranking führt.

 

5. Local Optimization

Im September 2016 hat Google mit „Possum“ ein neues großes Update in seinen Local Search Algorithmus implementiert. Ein Aspekt, der angesichts der Mobile First Offensive noch mehr Relevanz erlangen wird.

Local Search ist vor allem für Unternehmer wichtig, die Besucher in ihren Shop locken möchten. In einer Umfrage besuchten immerhin 50% der User, die eine lokale Suche auf dem Smartphone durchführten, innerhalb von 24 Stunden einen Shop in ihrer Nähe. Wer davon profitieren und seine Sichtbarkeit in den mobilen Suchen steigern möchte, sollte folgende Dinge unbedingt implementieren:

Stadt und Bundesland in folgenden Bereichen anführen:

  • Title Tag
  • Meta Description
  • Alt Tags (Bilder)
  • URL
  • H1 Überschrift

Stell darüber hinaus auch sicher, dass der Name deines Unternehmens mit Telefonnummer und Adresse präsent platziert und evtl. mit einem Call-To-Action-Button verknüpft ist. Außerdem ist ein verifizierter Google My Business Eintrag deines Unternehmens zu empfehlen.

 

Hast du noch Fragen zu Mobile First und den Auswirkungen auf dein Business? Wir helfen dir gerne jederzeit weiter.

Kontaktiere uns noch heute!

 

Weiterführende Links

Google Page Speed Test

Google Search Console

Tutorial: Property in der Search Console bestätigen

Google Webmaster – CMS für Mobile First anpassen

 

 





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