Black Friday Ready:

So startet Ihr Shop vorbereitet in die Black Week



Preise, Promotions, Suche, Performance und Tracking: die Learnings aus unserem Webinar

In gut drei Wochen ist es so weit: Die Black Week startet am 23. November, der Black Friday fällt auf den 27. November. Für viele Onlinehändler ist das die umsatzstärkste Woche des Jahres. Und genau deshalb auch die riskanteste.

Im Live-Webinar „Black Friday Ready“ hat Ing. Marc Gfrerer, Geschäftsführer der LOGMEDIA GmbH und Shopware Silver Partner, gezeigt, wie Sie Ihren Shop in drei Wochen sauber vorbereiten. Kein Theorie-Vortrag, sondern konkrete Prüfpunkte aus echten Aktionsphasen, unter anderem für Kunden wie Jacques Lemans, GLOBO Lighting, Onlineapo.at, Falle und Galvi.

In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammen. Und am Ende wartet ein Angebot, das es nur 10x gibt.

Wenn es eine Botschaft aus dem Webinar gibt, dann diese: Am Aktionstag wird nicht mehr optimiert. Nur noch verkauft.

Die meisten Probleme entstehen nicht durch zu wenig Traffic. Sie entstehen durch Kleinigkeiten, die vorher niemand getestet hat. Ein falscher Streichpreis, ein Gutschein, der sich mit der Aktion kombinieren lässt, eine Suche, die „Sale“ nicht kennt.

Sechs Fehler, die wir jedes Jahr sehen:

  • Falscher Vergleichspreis: Der Streichpreis ist nicht der niedrigste Preis der letzten 30 Tage. Das ist ein rechtliches Risiko.
  • Rabatte stapeln sich: Aktion plus Gutschein plus Kundengruppe, und plötzlich verkaufen Sie unter Einkaufspreis.
  • Der Shop wird langsam: Der Ansturm trifft Suche, Warenkorb und Checkout. Genau dort, wo Umsatz entsteht.
  • Die Suche findet nichts: Kunden tippen „Black Friday“ und landen auf „Keine Treffer“.
  • Das Tracking misst falsch: Doppelte Purchase-Events oder fehlender Consent machen jede Auswertung wertlos.
  • Kein Folgekontakt: Viele Erstkäufer, keine Newsletter-Anmeldung. Der Effekt verpufft nach dem Wochenende.

Die gute Nachricht: Jeder dieser Fehler lässt sich vorher finden und beheben. Wie, zeigen wir Ihnen in den folgenden Abschnitten.

Preise & Promotions: Wo Rechtssicherheit und Marge auf dem Spiel stehen

Der Streichpreis ist der niedrigste Preis der letzten 30 Tage

Seit der Omnibus-Richtlinie gilt: Bei jeder Preisermäßigung muss der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Referenz angegeben werden. In Österreich regelt das § 9a PAG, in Deutschland § 11 PAngV.

Ein Beispiel: Die UVP liegt bei 100 €, der Normalpreis bei 89 €. Vor zwei Wochen gab es eine Aktion zu 79 €. Der korrekte Streichpreis am Black Friday ist dann 79 €, nicht 100 € und nicht 89 €.

Unsere Empfehlung:

  • Dokumentieren: Exportieren Sie die 30-Tage-Preise vor der Aktion und legen Sie sie mit Datum ab.
  • Keine Tricks: Keine Preiserhöhung in den 30 Tagen vor der Aktion.
  • Nachrechnen: Prüfen Sie jedes Rabattprozent gegen den Referenzpreis.

Wenn Rabatte sich stapeln, frisst das die Marge

Was passiert, wenn alle Rabatte kombinierbar sind? Eine einfache Rechnung zeigt es:

Schritt Preis
Listenpreis 100,00 €
Black-Friday-Aktion −30 % 70,00 €
Gutschein „WELCOME10“ −10 % 63,00 €
Kundengruppe Stammkunde −5 % 59,85 €
Versandkostenfrei ab 60 € −5,90 €
Einkaufspreis + Zahlungsgebühr 58,00 €

Unterm Strich bleibt ein Verlust von 4,05 € pro Bestellung. Bei 500 Bestellungen sind das über 2.000 €, Retouren noch nicht eingerechnet.

Die Lösung: Promotions als „nicht kombinierbar“ markieren, den Mindestbestellwert nach Rabatt berechnen und den tiefsten möglichen Preis vorher durchrechnen.

Zeitsteuerung statt Handarbeit am Aktionsmorgen

In Shopware 6 lassen sich Aktionspreise über Erweiterte Preise und den Rule Builder zeitgesteuert anlegen. Eine Regel „Black Week aktiv“ vom 23.11., 00:00 Uhr, bis 30.11., 23:59 Uhr, steuert Preise, Promotions, Erlebniswelten und Kategorien gleichzeitig. Getestet wird vorher mit einem Testkunden auf Staging. Auch Shopify und WooCommerce bieten dafür Lösungen.

Dazu gehört: Jede Aktion braucht Ausschlüsse, Limits und ein Ende. Also maximale Einlösungen pro Kunde, Maximalmengen gegen Reseller-Käufe, unterschiedliche Codes je Kanal und einheitliche Preise in Shop, Marktplatz und Shopping-Feed.

Sichtbarkeit: „Keine Treffer“ ist der teuerste Satz der Black Week

Die beste Aktion bringt nichts, wenn Kunden sie nicht finden. Jede Aktion braucht einen Ort, einen Weg dorthin und ein Signal im Listing.

  • Eine Kategorie, die sich selbst pflegt: Eine dynamische Produktgruppe sammelt automatisch alle Aktionsprodukte, etwa über ein Tag „Black Friday“. Die Kategorie steht zeitgesteuert an erster Stelle im Menü, unter einer kurzen, stabilen URL wie /black-friday.
  • Above the fold, auch am Smartphone: Banner in Desktop- und Mobilvariante, Klickziel ist immer die Aktionskategorie. Die Laufzeit („Nur bis 30.11.“) ist sichtbar, Rabatt-Badges erscheinen im Listing und auf der Produktseite.
  • Eine Suche, die mitdenkt: Kunden tippen „Black Friday“, „Black Week“, „Sale“, „Angebot“, „Rabatt“, „Cyber Monday“ oder einfach „%“. Jeder dieser Begriffe muss Aktionsprodukte liefern. In Shopware gelingt das über Suchschlagwörter am Produkt, für mehr Komfort über Doofinder oder Algolia.
  • Automatisches Ende: Banner, Badges und Kategorie verschwinden am 30.11. von selbst.

Fazit: Diese Punkte lassen sich in rund zehn Minuten prüfen. Wer sie auslässt, verschenkt Umsatz, der eigentlich schon im Shop ist.

Performance: Wenn der Ansturm kommt, muss der Shop atmen

Rechnen Sie mit dem drei- bis fünffachen Ihres normalen Spitzen-Traffics. Und dieser Peak trifft nicht die Startseite, sondern Suche, Warenkorb und Checkout. Dort ist jede Sekunde Ladezeit messbar verlorener Umsatz.

Skalieren, cachen, entlasten

  • HostingHostingWebhosting bedeutet, das Bereitstellen von digitalem Speicherplatz, diesen benötigt man für das Veröffentlichen einer Website. Vergleichen kann man dies mit einem Text-Dokument, welches man auf einer Festplatte eines Computers speichert, um es immer wieder neu aufzurufen. Der Begriff Host bezeichnet einen Dienstrechner, dieser ist Teil eines Rechnernetzes. Dieser Host erbringt Dienstleistungen für andere Systeme.   More skalieren: Informieren Sie Ihren Hoster und buchen Sie eine temporäre Skalierung für den Zeitraum vom 23.11. bis 01.12. Auch Zahlungs- und Versandanbieter sollten das erwartete Volumen kennen.
  • Cache warm halten: HTTP-Cache, Reverse Proxy, Objekt-Cache und Bild-CDN sind aktiv, die Cache-Invalidierung bei Preisänderungen ist getestet.
  • Entlasten: Unnötige Plugins und Tracking-Skripte abschalten, Cronjobs, Importe und BackupsBackupsEin Backup bezeichnet die Datensicherung. Darunter wird verstanden, dass eine Sicherungskopie der abgespeicherten Daten erstellt wird. More aus dem Peak-Fenster schieben, Banner unter 200 KB halten.

Das Ziel: Aktionskategorie und Checkout laden mobil in unter 2,5 Sekunden.

Einmal testen, statt am Aktionstag hoffen

Ein Lasttest auf Staging, etwa mit k6 oder Locust, simuliert den echten Kaufweg: Startseite, Aktionskategorie, Suche nach „Black Friday“, Warenkorb, Checkout. Gemessen werden Antwortzeit, Fehlerrate, CPUCPUCPU bedeutet Central Processing Unit. Ein CPU-Kern ist für das Abarbeiten von Prozessen zuständig. Je mehr Kerne eine CPU (Central Processing Unit) besitzt, desto besser können Arbeiten aufgeteilt werden. More und Datenbank. Das Ergebnis muss bis 20. November stehen.

Für den Aktionstag selbst braucht es MonitoringMonitoringMonitoring bedeutet die fortlaufende ständige Überwachung von Prozessen und Vorgängen.   More mit Alarm, eine Bereitschaft mit Telefonnummern von HostingHostingWebhosting bedeutet, das Bereitstellen von digitalem Speicherplatz, diesen benötigt man für das Veröffentlichen einer Website. Vergleichen kann man dies mit einem Text-Dokument, welches man auf einer Festplatte eines Computers speichert, um es immer wieder neu aufzurufen. Der Begriff Host bezeichnet einen Dienstrechner, dieser ist Teil eines Rechnernetzes. Dieser Host erbringt Dienstleistungen für andere Systeme.   More , Agentur und Zahlungsanbieter sowie einen Notfallplan: Was wird zuerst abgeschaltet, wenn der Shop langsam wird? Suchvorschläge, Empfehlungen, Live-Chat.

Tracking: Das Purchase-Event feuert genau einmal

Wer nach der Black Week wissen will, welcher Kanal was gebracht hat, braucht saubere Daten. Und die gehen erstaunlich leicht kaputt.

Feuert das Purchase-Event zweimal, ist jede Kampagnenauswertung und jedes Ads-Gebot falsch. Drei einfache Tests decken das auf:

  1. Die Bestellbestätigung neu laden.
  2. Nach dem Kauf den Zurück-Button drücken.
  3. Den Redirect vom Zahlungsanbieter testen, etwa PayPal oder Klarna.

Dazu kommen:

  • Consent Mode v2: Der Banner blockiert Tracking bis zur Zustimmung und lädt es danach korrekt nach. Ohne Consent Mode v2 fehlen Google AdsGoogle AdWordsMit Google AdWords oder auch Google Ads können Sie beispielsweise für Ihr Unternehmen werben, Produkte und Dienstleistungen verkaufen, Ihre Bekanntheit steigern und mehr Zugriffe auf die Website erzielen.  More die Conversion-Daten.
  • Einheitliche UTM-Parameter: Eine Schreibweise für Newsletter, Ads und Social, vorher in einer Tabelle festgelegt.
  • Ein Dashboard für den Tag: Umsatz, Bestellungen, Conversion-Rate, Warenkorbabbrüche, Top-Produkte und Lagerstand. Stündlich ein Blick, nicht erst am Montag.

Conversion & Kundenbindung: Aus Aktionskäufern werden Stammkunden

Am Black Friday kommen mehr Erstkäufer in Ihren Shop als an jedem anderen Tag. Damit sie kaufen und wiederkommen, entscheiden mobil vor allem drei Dinge:

  • Gastbestellung: Registrierung optional, Formularfelder minimal, Autofill funktioniert.
  • Express-Zahlarten: Apple Pay, Google Pay und PayPal Express sind schon im Warenkorb sichtbar.
  • Sticky Add-to-Cart: Der Kaufen-Button bleibt beim Scrollen sichtbar. Rabatt, Versandkosten und Lieferzeit stehen vor dem Checkout, nicht erst darin.

Und nach dem Kauf? Eine Newsletter-Checkbox im Checkout mit benanntem Vorteil, etwa „Early Access zur nächsten Aktion“. Ein eigenes Erstkäufer-Segment mit Willkommensstrecke für Dezember. Warenkorbabbrecher-Mails nach einer und nach 24 Stunden. So wird aus einem Aktionswochenende eine Kundenbeziehung.

Unser Tipp: Machen Sie einen kompletten Testkauf am eigenen Smartphone, auf iOS und Android, inklusive Gutscheineingabe.

Ihr Plan: Drei Wochen bis zum Freeze am 20. November

Drei Wochen klingen nach viel Zeit. Sind es aber nicht, wenn man sie nicht strukturiert nutzt.

  1. Woche 1 (bis 9.11.): Entscheiden. Aktionsmechanik festlegen, also Produkte, Rabatt und Laufzeit. 30-Tage-Preise dokumentieren. Kapazität beim Hoster anfragen.
  2. Woche 2 (bis 16.11.): Einrichten. Preise, Promotions, Kategorie und Banner anlegen. Suche und Tracking konfigurieren. Kampagnen vorbereiten.
  3. Woche 3 (bis 20.11.): Testen & Freeze. Testbestellungen aller Rabattkombinationen, Lasttest, mobiler Checkout, GA4. Am 20.11. fällt die Go/No-Go-Entscheidung, danach gilt der Deploy-Freeze.

Ab dem 20. November gilt: Was nicht getestet ist, wird gestrichen, nicht improvisiert.

Was zuerst? Effekt mal Aufwand

Nicht alles ist gleich wichtig. Diese Einteilung hilft beim Priorisieren:

  • Sofort machen: Rabattkombinationen testen, Suche nach „Black Friday“ prüfen, Purchase-Event auf „genau einmal“ testen, Preise zeitsteuern.
  • Einplanen: Lasttest und Skalierung, erweiterte Suche, Express-Zahlarten, Newsletter-Automation.
  • Nebenbei: Badges und Countdown, FAQ zur Aktion, Bewertungsanfrage.
  • Streichen: ein neues ThemeThemeEine Theme gibt das Design wie zum Beispiel Farben, Schriftstile oder Layouts einer Webseite vor. Ein Theme ist also ein Bündel von Designelementen, zum Beispiel Themes für WordPress.   More vor Black Friday, Plugin-Wechsel nach dem 20.11., eine komplett neue Checkout-Logik.

Black Friday Ready Audit Express: Nur 10 Plätze

Sie haben beim Lesen gemerkt, dass bei Ihnen noch einige Punkte offen sind? Oder Sie wissen schlicht nicht, wo Sie anfangen sollen? Dann ist unser Black Friday Ready Audit Express genau das Richtige für Sie.

So funktioniert es:

  • Analyse: Wir prüfen Ladezeit, Checkout, mobile Darstellung und die typischen technischen Black-Friday-Risiken wie Cache, Serverlast und Plugins. Bei Shopware 6 auf Wunsch mit Blick direkt in die Administration.
  • Priorisierung: Sie erhalten die drei wichtigsten Hebel für Ihren Shop, jeweils mit Aufwand und erwartetem Effekt, in der Reihenfolge, in der Sie sie angehen sollten.
  • Besprechung: In einem 30-Minuten-Call erklären wir Ihnen das Ergebnis. Und zwar innerhalb von drei Werktagen.

Ihr Preis: 390 € netto, als Fixpreis.

Und weil wir von unserer Arbeit überzeugt sind: Finden wir keine drei konkreten Hebel, zahlen Sie nichts. Entscheiden Sie sich danach für eine Zusammenarbeit, rechnen wir den Betrag an. Nicht enthalten sind Umsetzung, Server-Umzug und eine Umsatzgarantie. Das besprechen wir gerne im Call.

Warum nur zehn Plätze?

Weil wir jedes Audit persönlich durchführen und Ihnen danach noch genug Zeit zur Umsetzung bleiben muss. Deshalb ist das Audit Express auf 10 Plätze begrenzt und nur bis Dienstag, 10. November 2026, buchbar.

Fazit: Vorbereitung schlägt Improvisation

Black Friday wird nicht am 27. November gewonnen, sondern in den drei Wochen davor. Wer seine Preise rechtssicher aufsetzt, Rabattlogik und Suche testet, den Shop auf den Ansturm vorbereitet und sauber misst, kann sich am Aktionstag auf das Wesentliche konzentrieren: verkaufen.

Als Shopware Silver Partner begleitet LOGMEDIA seit 2008 Onlinehändler in Österreich und der DACH-Region, von der Shop-Umsetzung über Plugins bis zum laufenden Betrieb. Was Sie in diesem Beitrag gelesen haben, hat sich in echten Aktionsphasen bewährt.

Starten Sie vorbereitet. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

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