Gründe, warum Onlineshops nicht erfolgreich sind.

Der Handel erlebt heuer einen radikalen Wandel des Produktvertriebs. Noch immer sind einige Unternehmen mit den Herausforderungen beim Verkauf ihrer Produkte online überfordert. Der Verkauf von Produkten über einen Onlineshop ist per se nichts Neues. Großunternehmen präsentieren uns ihren Erfolg schon seit mehreren Jahren. Jetzt ist die Zeit reifer denn je, dass die kleinen Unternehmen auch auf den Onlinevertrieb umstellen. Regionale Betriebe stärken so die heimische Wirtschaft und Arbeitsplätze werden gesichert.

In unserem Artikel erfahren Sie, wer und welche Branchen zu den Top-30 der erfolgreichsten österreichischen Onlineshops zählen. Zudem erfahren Sie mehr über die im November gelaunchte Plattform Kaufhaus Österreich und wie auch Ihr Onlineshop davon profitieren kann. Wer einfach einen Shop online betreibt, ist noch nicht erfolgreich. Als einer der Gründe ist das E-Commerce-Fachwissen zu nennen. Eine sichere Basis macht einen Onlineshop erfolgreicher.

  • Die Top-3 österreichischen Onlineshops 2020 sind Amazon mit über 830 Mio. EUR, Zalando mit knapp 350 Mio. EUR und Universal mit 111 Mio. EUR Umsatz.
  • Sich zurückhaltende Unternehmen können den Schritt zum Onlineshop mit einer passenden Förderung für digitale Projekte schaffen. In Österreich gibt es sehr attraktive Pakete für Unternehmen jeder Größe.
  • Das kaufhaus-österreich.at ist eine neue Meta-Plattform für österreichische Onlineshop-Betreiber. Hier können diese sich präsentieren und vorstellen. Für die Registrierung benötigen Sie einen bereits funktionierenden Onlineshop und fundiertes Wissen über E-Commerce.

Die erfolgreichsten österreichischen Onlineshops im Überblick.

Bereits seit vielen Jahren predigen Vertreter der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf Digitalisierung zu setzen. Das gilt auch für die Branche Handel und Vertrieb. Viele Unternehmen sind gerade heuer durch die Corona-Pandemie abhängig vom Onlinevertrieb ihrer Produkte. Die globale Betroffenheit endet aber nicht mit 2020.

Man hat doch irgendwie das Gefühl, dass es noch eine Weile dauern wird. Sich jetzt auszuruhen wird nichts bringen, während andere sich bereits rüsten. Es könnte eher den wirtschaftlichen Ruin für viele Unternehmen bringen.

In Acht nehmen sollten sich diejenigen, die sich noch immer zurücklehnen und warten, bis der vermeintliche Trend des Onlineshoppings vorbei ist. Diese könnten bald aufwachen und die Digitalisierung verschlafen haben.

Die Pandemie und der wirtschaftliche Einbruch im Handel hat die einen oder anderen noch immer nicht wachgerüttelt? Dann sehen wir uns jetzt ein paar Zahlen an. Die Kölner Forschungs- und Bildungsinstitution für den Handel, kurz EHI Retail Institut, veröffentlicht jährliche Statistiken über Handelsumsätze in der DACH-Region. Die folgende Studie zeigt die Umsätze im österreichischen E-Commerce-Sektor.

Der E-Commerce-Sektor in unserem Beispiel hier setzt sich aus 10 verschiedenen Kategorien zusammen.

  • Bekleidung
  • Bücker, Filme, Musik & Games
  • DIY & Garten
  • Drogerie & Gesundheit
  • Generalist
  • Hobby & Schreibwaren
  • Lebensmittel & Getränke
  • Möbel und Haushaltswaren
  • Tierbedarf
  • Unterhaltungselektronik

Hier die Top-10 der Onlineshops in Österreich, gereiht nach dem Nettoumsatz in EUR, bereinigt von Retouren und sonstigen betrieblichen Erträgen:

1. amazon.de mit 834,3 Mio.

2. zalando.at mit 346,8 Mio.

3. universal.at mit 111,9 Mio.

4. shop-apotheke.at mit 93,7 Mio.

5. ottoversand.at mit 84,4 Mio.

6. mediamarkt.at mit 71,9 Mio.

7. hm.com mit 70,5 Mio.

8. apple.com mit 62,3 Mio.

9. e-tec.at mit 57,7 Mio.

10. cybersport.at mit 55,9 Mio.

Besonders auffällig ist, dass Amazon, Universal und Ottoversand als Generalisten ganz vorne mitspielen. Ebenso die Branchen Bekleidung, Unterhaltungselektronik sowie Drogerie und Gesundheit.

In dem folgenden Bild sehen Sie die Top-30-Onlineshops auf einem Daten-Tableau.

Das Daten-Tableau zeigt deutlich, dass Großkonzerne die meisten Umsatzanteile vom E-Commerce-Kuchen für sich beanspruchen. Das ist aber nicht erst seit heuer so und sollte heimische Unternehmen zum Nachdenken anregen. (Bildquelle: EHI Retail Institute / public.tableau.com)

Ein Blick zu unserem Nachbar Deutschland zeigt, dass sich die Branchen Bekleidung, Unterhaltungselektronik und Generalisten die Top-5 teilen.

1. amazon.de mit 1,5 Mrd.

2. otto.de mit 3,3 Mrd.

3. zalando.de mit 1,6 Mrd.

4. mediamarkt.de mit 1,1 Mrd.

5. notebooksbilliger.de mit 0,8 Mrd.

Interessant ist auch der Vergleich mit der Schweiz. Hier dominieren die Branchen Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Generalist und Lebensmittel & Getränke die Umsätze im E-Commerce.

1. zalando.ch mit 785 Mio. CHF

2. digitec.ch mit 775 Mio. CHF

3. amazon.de mit 466 Mio. CHF

4. nespresso.com/ch mit 350 Mio. CHF

5. brack.ch mit 308 Mio. CHF

Die Spitzenreiter haben den Trend des Onlineshoppings tatsächlich nicht verschlafen. Marktanteile wandeln sich stetig, wie wir wissen. Nun sind die kleinen und regionalen Unternehmen gefragt. Diese können den Großkonzernen selbstverständlich die Stirn bieten. Fehlender Mut und die Bereitschaft in die digitalen Kanäle zu investieren, können Gründe sein, warum ein Onlineshop noch nicht erfolgreich ist.

Förderungen für digitale Projekte unterstützen bei der Realisierung des Onlineshops.

Unternehmen stellen sich viel zu oft die Fragen, ob es sich lohnt auf die Online-Vertriebswege zu setzen und wie viel Geld sie für den Erfolg investieren müssen. Eine Abhilfe bei der Finanzierung schaffen hier staatliche Förderungen. Die umfangreiche Förderlandschaft von Österreich beinhaltet passende Pakete, die für digitale Projekte ausgelegt sind.

Die derzeit attraktivsten Förderungen sind:

  • KWF-Ausschreibung Digitalisierungsoffensive
  • WKO-Förderprogramm KMU.DIGITAL 2.1
  • aws-Investitionsprämie
  • aws-Förderung KMU-E.Commerce
  • Digitalisierungsscheck

Erfahren Sie hier in unserem Artikel „Förderungen für Digitale-Projekte 2020“ mehr über die Förderpakete und finden Sie die passende Förderung für Ihr Unternehmen. Wir von LOGMEDIA beraten Sie gerne zum Thema Förderungen und unterstützen Sie bei der Antragsstellung.

Nicht nur mit digitalen Förderungen unterstützt der Staat Österreich seine Handels-Unternehmen. Ende November wurde von der Wirtschaftskammer Österreich die Meta-Plattform kaufhaus-österreich.at gelauncht.

Was bringt die Plattform kaufhaus-oesterreich.at den Onlineshop-Betreibern?

Der Trend online einzukaufen steigt und ist heuer mehr gefragt denn je. Jedoch vertreiben nur 25 Prozent der heimischen Betriebe ihre Produkte digital. Heimische Unternehmen sind aufgefordert den digitalen Großkonzernen den Kampf anzusagen.

Aktuell werden im österreichischen E-Commerce Sektor 7,4 Milliarden Euro Umsatz erzielt. 99 % gehen an große Konzerne, während nur 1 % auf heimische Betriebe fallen. Um das Weihnachtsgeschäft noch kurzfristig zu stärken, wurde das Kaufhaus Österreich eingerichtet. Dort kann sich jeder Betreiber eines Onlineshops präsentieren und wird so leichter gefunden.

Dr. Margarete Schramböck
Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

„Immer mehr Menschen kaufen online ein, das ist gerade in der jetzigen Zeit zu spüren. kaufhaus-oesterreich.at ist eine Meta-Plattform für alle Online-Shop und Shopping-Portale in Österreich. Es soll österreichischen Händlerinnen und Händlern eine Bühne bieten, um sich und ihre Shops präsentieren zu können. Unser Motto lautet: Kauf regional, das geht auch digital!“ (Quelle: LinkedIn Beitrag)

Auf der kaufhaus-österreich.at Plattform können die Produkte und Dienstleistungen einfach vorgestellt werden. Das von der Wirtschaftskammer Österreich initiierte Projekt stärkt so die heimischen Betriebe, fördert den regionalen Verkauf und sichert dadurch Arbeitsplätze.

Auf der Seite der WKO finden sich genaue Details und eine Anleitung zur Anmeldung mit seinen Produkten und Dienstleistungen. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Teilnahme sind:

  • Bereits bestehender Onlineshop seitens des Unternehmens
  • Angebote die sich an Endverbraucher/Konsumenten richten
  • Daten, die richtig im WKO Firmen A-Z hinterlegt sind
  • Ihre Einverständniserklärung zur Übernahme der Daten in das Kaufhaus Österreich

Nachdem Sie Ihren Onlineshop erfolgreich platziert haben, sind Sie leichter im Internet zu finden. Die wohl wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Onlineshop ist, dass sie bereits einen Onlineshop in Betrieb haben.

Fazit

Es ist noch nicht zu spät auf die Digitalisierung zu setzen. Es wird jedoch schwieriger den Vorsprung der anderen Onlineshop Betreiber aufzuholen. Nutzen Sie jetzt die Möglichkeiten, sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Sicher ist, dass der online und offline Vertrieb von Produkten in naher Zukunft parallel laufen werden.

Möchten Unternehmen ihre Produkte online vertreiben, kommen sie nicht um eine eigene Webseite in Kombination mit einem Onlineshop und das passende Know-how drum herum. Eine Meta-Plattform von der WKO ist noch nicht die Lösung für den Mangel der Präsenz an österreichischen Onlineshops. Abhilfe schaffen hier spezialisierte Digitalagenturen oder eigene E-Commerce Mitarbeiter.

Wie ein E-Commerce-Manager den Weg zum erfolgreichen Onlineshop bereitet.

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften im E-Commerce-Bereich ist ein weiterer Grund, warum viele Unternehmen Probleme mit ihrem Onlineshop haben. Ihnen bleibt dann nur die Möglichkeit, dass dieses Projekt zur Gänze an eine Agentur ausgelagert wird.

Eine Möglichkeit wäre es, dass Sie einen Onlineshop realisieren mit einem monatlich zu abonnierendem Mitarbeiter. Ein sogenannter E-Commerce Manager hat die notwendige Erfahrung, sich persönlich um Ihren Onlineshop zu kümmern. Während Sie sich dann auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, läuft der Onlineshop ohne Probleme.

Solch einen Service bieten wir seit November 2020 bei LOGMEDIA an. Der E-Commerce-Manager ist die richtige Alternative für Unternehmen mit den geeigneten Fachkräften. (Bildquelle: Alexander Wieselthaler)

Sind Sie bereit Ihren Onlineshop zu pushen oder möchten einen neuen einrichten?
Wir beraten Sie gerne auf den Weg zum erfolgreichen Onlineshop.

Quellen und weiterführende Links: