Förderungen für Digitale-Projekte 2020

Die DIGITALISIERUNG steht heuer mehr denn je im Fokus. Die Herausforderungen der COVID-19 Krise durchdringen unsere Gesellschaft. Egal ob im Privat- oder Berufsleben, in der Schule oder der Universität. Jeder ist davon in irgendeiner Art und Weise betroffen. Zurzeit können wir nur vermuten, welche wirtschaftlichen oder sozialen Auswirkungen dies auf unsere Zukunft haben wird.

Wer es kann, lehnt sich zurück und wartet ab. Andere nutzen die Krise als Chance und rüsten sich für die „digitalisierte Zukunft“. Durch die Umsetzung von Projekten in der Digitalisierung, können jetzt viele in ihre unternehmerische Zukunft investieren und profitieren im Umkehrschluss von den Wettbewerbsvorteilen. Mit der Hilfe von finanziellen Fördermitteln kann das zum jetzigen Zeitpunkt leichter verwirklicht werden. In unserem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Förderungen momentan am attraktivsten sind.

  • Momentan gibt es in Österreich vier sehr attraktive Förderungsmodelle für KMU’s. Diese erleichtern die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten in der wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeit.
  • Diese Förderungen sind die Digitalisierungsoffensive, KMU Digital, KMU.E-Commerce und Investitionsprämie. Der Digitalisierungsscheck ist eine weitere Förderung, die den digitalen Auftritt im Ausland fördert.
  • Der Artikel hilft Ihnen dabei einen schnellen Überblick über diese Förderungen zu bekommen. Wissen müssen sie dafür nur die wichtigsten Fakten, wie Förderziel, die Zuschusshöhe, die Fristen und wer eine Förderung beantragen kann.

Definition: Was sind finanzielle Fördermittel?

Finanzielle Fördermittel sind ein von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestelltes Kapital. Dieses hilft dabei bestimmte wirtschaftliche oder politische Ziele zu erreichen. Juristische und natürliche Personen können solche finanziellen Fördermittel bei unterschiedlichen Institutionen beantragen.

In Österreich können staatliche- und EU-Förderungen beantragt werden. Es gibt auch Förderungen, die je nach Bundesland variieren. Für Kärnten ist der KWF (Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds) die erste Adresse für die Förderung von Klein-, Mittel- und Großunternehmen. Die WKO (Wirtschaftskammer) ist ebenfalls eine beliebte Anlaufstelle.

Finanzielle Fördermittel gibt es für die verschiedensten Branchen. Je nach wirtschaftlichem und politischem Interesse eines Staates liegt der Schwerpunkt für Förderungen woanders. Ganz oben auf den Agenden stehen Förderungen für Digitalisierungs- und Internationalisierungsprojekte. (Bildquelle: Christine Roy / unsplash)

Der KWF bedient sich verschiedener monetärer Förderungsinstrumente zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung der Regionalentwicklung in Kärnten. Momentan können dort für die folgenden Bereiche verschiedene Förderungen beantragt werden.

  • Tourismus
  • Gewerbe und Industrie
  • Forschung, Entwicklung und Innovation
  • GründerInnen und JungunternehmerInnen
  • Internationalisierung
  • Stabilisierung und Sanierung
  • Strategieberatung
  • Finanzierung
  • EU-Förderungen
  • Netzwerkprogramme

Der staatliche Förderungsdschungel ist dieser Tage bereits sehr komplex und erschwert es den Durchblick zu behalten. Viele Unternehmen haben nur begrenzte Ressourcen für die Bearbeitung von Förderanträgen. Förderexperten helfen dabei eine geeignete Förderung für Ihr Unternehmen zu finden. Wir von LOGMEDIA unterstützen Sie gerne dabei und empfehlen folgende Förderungen.

Österreichische Förderungen: Die wichtigsten Fakten zu den aktuellen Förderungen für Projekte im Digitalbereich

Die umfangreiche Förderlandschaft von Österreich deckt viele Bereiche innerhalb der Branchen ab. Wir haben in den folgenden Absätzen die wichtigsten Förderungen für die Umsetzung von Projekten im Bereich Digitalisierung zusammengefasst.

Was bietet Ihnen die KWF-Ausschreibung Digitalisierungsoffensive?

Damit Kleinst- und Kleinunternehmen die Chance der Digitalisierung ergreifen können, ist diese Art der Förderung ideal geeignet. Vielleicht wollten Sie schon unlängst einen Webshop erstellen oder Ihre Webseite überarbeiten. Die Beratungskosten können ebenfalls sehr gut in dieser Förderung untergebracht werden.

Förderziel: Investitionen im Bereich E-Commerce, Geschäftsmodelle & Prozesse, IT-Sicherheit, Digital Services & Organisation mit Kosten von 5.000 EUR bis 10.000 EUR.

Förderwerber: Für Kleinst- und Kleinunternehmen (bis 49. Beschäftigte und bis 10 Mio. EUR Bilanzsumme oder Umsatz), die Mitglieder der Wirtschaftskammer Kärnten sind.

Zuschusshöhe: einmalig max. 50 % der zu fördernden Projektkosten (max. 5.500 EUR für Investitions- und Beratungskosten)

Einreichfrist: Bis zum 31. Oktober 2020 kann die 4. Ausschreibung zur Digitalisierungsoffensive eingereicht werden.

Unternehmen aus den Bereichen produzierendes Gewerbe, produktionsnahe Dienstleistungen, Handel, Tourismus und Freizeitwirtschaft werden vorrangig berücksichtigt. Die Erfahrung der Vergangenheit zeigte, dass diese Förderung sehr beliebt ist und schnell vergriffen war.

Was wird mit dem WKO-Förderprogramm KMU.DIGITAL 2.1 gefördert?

Mithilfe dieses Förderprogramms unterstützt die Wirtschaftskammer die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Ähnlich der Digitalisierungsoffensive soll Unternehmen die Chance eröffnet werden ihr Digitalisierungsprojekt zu entwickeln, umzusetzen und in den Markt überzuführen.

Förderziel: Die Förderung setzt sich aus den zwei Modulen KMU-DIGITAL Beratung und KMU.DIGITAL Umsetzung zusammen. Das Ziel ist die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Dazu zählen materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen und mit dem Projekt zusammenhängende Leistungen, wie Programmierung oder der Bezug von Cloud- oder Softwarelizenzen.

Förderwerber: Das Förderprogramm eignet sich für KMU (gewerbliche Unternehmen und freie Berufe) mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich.

Zuschusshöhe: Nicht rückzahlbarer Zuschuss von max. 30 % (5.000 EUR) der förderbaren Kosten. Die Investitionssumme muss zwischen 5.000 EUR und 20.000 EUR liegen.

Einreichfrist: Bis zum 15. November 2020 können Anträge für KMU.DIGITAL 2.1 eingereicht werden.

Ein Erfolgskonzept vieler Unternehmen ist der gezielte Einsatz von Fördermitteln im Betrieb. Bereits kleine Förderungen können in der aktuell herausfordernden Zeit eine große Stütze sein. Vorausgesetzt man holt die zur Verfügung stehenden Mittel auch ab. (Bildquelle: Micheile Henderson / unsplash)

Wenn Anträge vor der Einreichfrist nicht mehr angenommen werden können, sind die budgetären Mittel bereits ausgeschöpft.

Wie hilft die aws Investitionsprämie meinem Unternehmen?

Als wirtschaftsfördernde Maßnahme soll die aws Investitionsprämie den österreichischen Unternehmen bei den Folgen der Corona-Krise unterstützen. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort hat zugesichert, dass die Mittel um eine Milliarde Euro aufgestockt werden. Dadurch sollen Betriebsstätten gesichert und Arbeits- sowie Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Förderziel: Gefördert werden materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen (auch in gebrauchte Anlagen und GWG) und abnutzbares Anlagevermögen. Kombinationsmöglichkeit mit anderen Förderungen.

Förderwerber: Unternehmen aller Branchen und Größen werden gefördert. Unternehmenssitz und/oder Betriebsstätte in Österreich.

Zuschusshöhe: Es wird ein Zuschuss von 7 % der Investitionskosten und 14 % in den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung und Gesundheit gewährleistet. Untergrenze 5.000 EUR ohne USt. und Obergrenze 50 Mio. EUR ohne USt.

Einreichfrist: Endet mit 28. Februar 2020.

Die Summe der Aufstockung ist zwar sehr hoch, jedoch sollte man die Attraktivität dieser Förderung nicht unterschätzen und bald einen Antrag stellen.

Wie setzt sich die neue Förderung aws KMU-E.Commerce zusammen?

Margarete Schramböck
Wirtschafts- und Digitalministerin

„Die Digitalisierung ist in vielen Bereichen unseres Lebens bereits sehr weit vorangeschritten. Die vergangenen Monate haben diesen Trend noch zusätzlich beschleunigt. Hier ist es ganz besonders wichtig, dass sich unsere heimischen Betriebe professionell im Online-Bereich präsentieren. Genau das ist mit der neuen Förderung nun möglich“. (Quelle: ots.at)

Als vierte Förderung empfehlen wir KMU-E.Commerce. Diese Förderung gilt als sehr attraktiv und der Budgettopf wurde seitens des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort am 8. September 2020 aufgestockt.

Förderziel: Förderung für die Umsetzung von E-Commerce Projekten durch Neuinvestitionen und in Zusammenhang stehende Leistungen, wie Programmierung oder der Bezug von Cloud- oder Softwarelizenzen.

Förderwerber: Sind alle KMU’s mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich. Die Förderung ist für alle Branchen mit ein paar wenigen Ausnahmen, wie Vereine, Gebietskörperschaften, Land- und Forstwirtschaft sowie Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen als Kerngeschäft, geeignet.

Zuschusshöhe: Ein nicht rückzahlbarer Zuschuss mit max. 30 % förderbare Kosten (max. 30.000 EUR). Der zu fördernde Betrag soll 2.000 EUR nicht unterschreiten und 100.000 EUR nicht übersteigen.

Einreichfrist: bis die Fördermittel alle vergeben sind.

Für diese Förderung wurden die Mittel um zwei Millionen Euro aufgestockt, da diese bereits in den letzten Monaten ausgeschöpft wurde. Da es auch keine Einreichfrist mehr gibt, ist damit zu rechnen, dass es hier weiterhin eine starke Nachfrage geben wird und deshalb empfehlen wir sich bald dafür zu entscheiden.

Was haben Unternehmen vom Digitalisierungsscheck?

Unternehmen, die daran denken ihren digitalen Auftritt im Ausland zu verstärken, raten wir den Digitalisierungsscheck zu beantragen. Es ist damit zu rechnen, dass auch andere Länder in den digitalen Auslandsauftritt investieren werden. Der Scheck hilft dabei die wirtschaftliche Position zu stärken.

Förderziel: Ziel ist es die externen Kosten für das Online-Marketing in einem bestimmten Zielland zu fördern.

Förderwerber: Gefördert werden Klein- und Mittelunternehmen als aktive Mitglieder der Wirtschaftskammer.

Zuschusshöhe: Maximaler Auszahlungsbetrag von 7.500 EUR. Kombinierbar mit dem Internationalisierungsscheck für verschiedene Zielländer.

Einreichfrist: Beginnt mit Datum der Antragsstellung und endet spätestens am 31.03.2021.

Wenn Sie schon länger überlegt haben Ihre Produkte und Dienstleistungen im Ausland anzubieten, ist die aktuelle Situation sehr günstig. In Zeiten großer Unsicherheiten erweitern Unternehmen ihr Netzwerk, um vor allem die Zulieferketten abzusichern.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zeit für Digitalisierungsprojekte nie günstiger war. Auch wenn die derzeitige Auftragslage im Produktions- und Dienstleistungsbereich nicht wie gewohnt ist, können Unternehmen daraus auch Vorteile ziehen. Sie können Ihre lang ersehnten Digitalisierungsprojekte nun endlich in Angriff nehmen und verfügbare Ressourcen dort platzieren.

Sicher ist, dass es nach der Krise weitergeht. Wer sich schon jetzt auf die „digitalisierte Zukunft“ gut vorbereitet, wird mit Sicherheit einen leichteren Start haben. Holen Sie sich noch heuer eine Förderung für digitale Projekte ab und lassen Sie kein Geld liegen.

Unser Expertenteam von LOGMEDIA berät Sie sehr gerne zu einem dieser Förderungen und steht Ihnen mit tatkräftiger Beratung zur Seite. Vereinbaren Sie noch heute einen kostenlosen Beratungstermin.

Quellen und weiterführende Links: