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Soziale Signale und die „Geisterstadt“ Facebook

Mag. Andrea Widmann | 24. 01. 2014 | Blog, Social Media

Brauche ich Twitter? Was bringt mir ein Google+ Account und sind Likes für mein Ranking von Nutzen? Fragen, die andauernd gestellt und in fast jeder Studie anders beantwortet und aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden. 

 

Ich beantworte diese Frage immer gerne mit: Wir sind im Web 2.0 und nicht mehr im Web 1.0. Weg vom eindimensionalen, hin zum vernetzten, mehrdimensionalen Denken. Google bestätigt zwar offiziell keine Likes und die Beeinflussung derer auf das Ranking, jedoch fließen Facebook, Google+ & Co. trotzdem in die Auswertungen von Google Analytics mit ein. Shares werden nach offiziellen Angaben auch mittlerweile ins Ranking miteinbezogen und das der Stratege und Suchmaschinen-Riese „Google“ ein eigenes Social Network aufgezogen hat, um dieses nur aus „Spaß“ zu betreiben und nicht ins Ranking miteinfließen zu lassen, glaube ich kaum.

 

Lässt man jedoch mal die Zahlen und Statistiken außer Acht, so haben soziale Netzwerke vor allem einen Sinn: soziale Interaktionen und Menschen ansprechen. Websites und Persönlichkeiten, die auf Facebook, Twitter und sonstigen sozialen Plattformen eine große Anhängerschaft haben, verzeichnen einen stetig wachsenden Traffic auf Ihren Webseiten. Durch den steigenden Traffic wird eine Seite besser beurteilt und auch die Erwähnung in mehreren Blogs führt zu Backlinks, die das Markenbranding und die Leads bzw. Conversions beeinflussen, die wiederum das Ranking beeinflussen. 

 

Eine beliebte Verwendung von Facebook seitens der Unternehmen ist die „Brandingstrategie“ – Namen und Marken prägen sich durch Newsmeldungen und Feeds bei den Fans und Followern ein und werden je nach Auftritt mit den jeweils verbundenen Attributen verbunden. Ein Beispiel: Armin Wolf. Der Journalist, der seit Jahren auf ORF die Nachrichten moderiert, hat sich in den letzten Jahren durch seine Meldungen auf sozialen Netzwerk eine riesige Anhängerschaft geschaffen und ist mittlerweile der bekannteste Moderator beim ORF. Allein auf Twitter hat er über 100.000 Follower. #followArminWolf

 

Aber warum sich die Mühe machen und auf Facebook eine Fanpage aufbauen, wenn doch Studien sagen, dass das Netzwerk 2017 tot sein wird? Bei jedem Phänomen gibt es sie: die Apokalypsen-Prediger. Gibt es einen Abstieg bei den Facebook Zahlen und verschieben sich die Alterstrukturen? Ja, ganz einfach ja. Jedoch wird der Tod von Facebook, wie auch schon der Untergang der Welt, alle paar Jahre vorausgesagt. Ob es das soziale Netzwerk ewig geben wird und wie es seine Rolle in der Gesellschaft ändern wird, sei dahingestellt. Klar ist jedoch, dass es zurzeit kein Vorbeikommen an sozialen Netzwerken gibt. So wie auch schon am Anfang des Blogs erwähnt – im Online Marketing und in den sozialen Netzwerken sollte nicht eindimensional, sondern mehrdimensional und aus mehreren Perspektiven gedacht werden, mit einem konkreten Ziel: Sprechen Sie die Menschen an!





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