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AMP – Accelerated Mobile Pages

Regina Zirbisegger | 10. 03. 2016 | Blog, IT / Technik, Online Marketing

Wir alle kennen das: Ewige Ladezeiten auf mobilen Geräten sind in unserer heutigen digitalen Welt ein absolutes No-Go. Wer wartet schon gerne länger als ein paar Sekunden darauf, dass eine Webseite am Smartphone lädt? Mit dem AMP Project pusht Google Mobile Content & User Experience gleichermaßen.

 

Was ist AMP?

AMP steht für Accelerated Mobile Pages Project („beschleunigte mobile Seiten“) und wurde von Google offiziell am 7. Oktober 2015 vorgestellt. Mit AMP verfolgt Google das Ziel, die Ladezeiten mobiler Webseiten zu minimieren und so das mobile Surferlebnis aus dem Dornröschenschlaf zu holen. Als Open-Source-Projekt ist es jedem Publisher möglich, seine Webinhalte mit der entsprechenden Technik zu pushen. Die schnelleren Mobilversionen werden seit Februar auch in den Suchergebnissen ausgeliefert.

 

DNI: Google’s Digital News Initiative

Das Accelerated Mobile Pages Project ist Teil von der Google Medienförderungsinitiative, genannt „Digital News Initiative“ (DNI). Über den Open-Source-Ansatz soll es laut Google den Online Publishern in Zukunft möglich sein, sich weniger auf die technischen Aspekte ihrer Artikel zu fokussieren und sich voll und ganz den inhaltlichen Aspekten Ihrer Arbeit zu widmen – damit News und aktuelle Inhalte in Zukunft nicht unter langen Ladezeiten ersticken.

 

google-AMP-gif Das News-Karusell der SERPs: AMP-optimierte Inhalte erscheinen beim mobilen in den „Top Stories“ (GIF: Google).

 

Wie funktioniert AMP?

Die Zahl der mobilen Webaufrufe steigt nach wie vor kontinuierlich, demgegenüber stehen immer öfter komplexe Webinhalte und extrem beladene Webseiten. Wie aber können derart umfangreiche Inhalte trotzdem schnell am Smartphone angezeigt werden? Der Trick ist, die Webinhalte auf ein schnell abrufbares, komprimiertes Datenminimum zu reduzieren.

 

Reduzierte Komplexität & Direct Caching

Publisher generieren mittels AMP eine neue, komprimiertere Version Ihrer Website. Die AMP-Datenkomprimierung (vor allem bei HTML, CSS und Javascript) macht es möglich, dass ihre Webinhalte nun mobil um ein Vielfaches schneller geladen werden. Dabei werden die Inhalte nicht von den Publisher Servern, sondern direkt von den Google Servern abgerufen.

 

Streaming-Ansatz

Webinhalte werden außerdem bereits während der Durchsicht der Suchergebnisse (SERPs) geladen – aber nur jene, die direkt nach dem Klick sofort verfügbar sein müssen. Restliche, „größere“ Komponenten wie Bilder, Videos oder Werbeanzeigen, werden erst beim direkten Seitenaufruf vollständig geladen.

 

 

Wie sieht es mit Werbung aus?

Da Werbung nach wie vor eine fixe Einnahmequelle für Publisher darstellt, unterstützt Google auch weiterhin verschiedene Werbeformate und Werbenetzwerke. Die goldene Regel lautet hier aber: Werbeanzeigen dürfen die User Experience nicht gefährden!

 

Was hat das mit SEO zu tun?

Die Vorteile von AMP liegen klar auf der Hand: Die deutliche Reduzierung der Ladezeiten von Webseiten auf mobilen Endgeräten hebt die User Experience deutlich an. Diverse Plattformen sind bereits auf den Zug aufgesprungen und bieten AMP PlugIns an (z.B. WordPress).

AMP verbessert das Ranking in den Google SERPs deutlich (siehe Video), was in Zukunft nicht nur für Publisher (Verlagshäuser, Medienkonzerne, Blogger, etc.) von Vorteil sein dürfte. Wir werden sehen, wie schnell sich AMPs auch im Bereich des E-Commerce durchsetzen werden, wenn die Verwendung von AMP zunehmend als entscheidender Rankingfaktor gehandelt wird.

 

Seid Ihr selbst Publisher und habt bereits Erfahrung mit Google’s AMP? Wir freuen uns über Kommentare & Anregungen zum Thema!

 

Weiterführende Links:

AMP bei Github

Google Tutorial

MOZ Blog

ranking-check.de

t3n.de





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