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Welchen Einfluss hat die Domain auf Suchmaschinen?

Mag. Christina Steinkellner | 29. 07. 2015 | Blog, IT / Technik, Online Marketing

Seit 2008 sprießen neue Top-Level-Domains wie .guru, .berlin, .like & Co aus dem Boden. Seit kurzem werden diese auch in der Praxis immer öfter verwendet und vor allem im regionalen Bereich immer mehr eingesetzt. Aber welchen Einfluss hat die Verwendung auf die Auffindbarkeit der Website in den Suchmaschinen? Wie handelt Google diese neuen Domain-Endungen? Und wirken sie sich eventuell sogar negativ auf die Website aus?

Was sind TLDs?

TLD ist die Abkürzung für Top-Level-Domain. Eine Domain ist die weltweit einzigartige Bezeichnung einer Website im Internet. Diese Domains sind unter gewissen Vorgaben frei wählbar und außerdem kann eine Domain in verschiedene Subdomains unterteilt werden. Diese bilden dann wiederum jeweils eine eigenständige Website, die auch separat gehostet werden kann. Dieses Vorgehen wird häufig genutzt um geografische Trennungen vorzunehmen oder unterschiedliche Sprachversionen einer Website zu unterscheiden.

top-level-domain-subdomain

Beispiele für Top-Level-Domain und Subdomain

 

Um auf die Top-Level-Domains zurückzukommen: Es bezeichnet eine Domain oberster Ebene. Zu den klassischen generischen TLDs zählen beispielsweise .com, .pro, .edu, .travel etc.
Seit 2008 ist es möglich, neue TLDs zu beantragen und seitdem neu aufgenommene Domain-Endungen sind unter anderem .fail, .shop, .cool, .social, .guru, .like, .pizza, .smile, .party, .you, .tirol, .wien etc. 

Auswirkungen auf die Auffindbarkeit der Website

Diese Domain-Endungen sind noch nicht stark verbreitet, gewinnen aber langsam an Beliebtheit. Aber welche Auswirkungen hat die Verwendung einer neuen gTLD für die Auffindbarkeit der Website in den Suchergebnissen? Zu diesem Thema veröffentlichte Google Ende Juli ein Interview mit Webmaster Trends Analyst John Mueller.

„Neue TLDs werden von Google gleich behandelt wie andere TLDs (wie .com & .org). Keywords haben weder einen positiven, noch negativen Einfluss auf die Suche.“, so Mueller. Auch Marken-Domains werden nicht besser gerankt als herkömmliche Domains.
Neue lokale Endungen wie .wien oder .tirol werden laut Mueller, obwohl sie auf den ersten Blick lokal wirken, wie normale behandelt, wobei es in Zukunft auch Ausnahmen geben könnte. Richtige Country Code Top-Level-Domains (ccTLDs) wie .uk, .at, .de etc. werden von Google nach wie vor als relevanter in diesem Land angesehen.

SEO Experten zweifeln an diesen Aussagen

Glaubt man Muellers Aussagen, müssten auch neue firmenspezifische TLDs wie .apple oder .nike gleich behandelt werden wie jede andere Domain. „Sie werden nicht mehr Gewicht oder Einfluss auf die Art und Weise haben wie wir URLs crawlen, indexieren oder ranken.“, so Mueller.  Es werden bereits Stimmen aus SEO Kreisen laut, die diese Aussagen in Zweifel ziehen. Denn außer Google selbst, hat niemand Einblick in den verwendeten Algorithmus. Papier ist ja bekanntlich geduldig. 

Nach Meinung von SEO Experten hat die Wahl der TLD sehr wohl einen Einfluss auf die Klickrate der Website. Ein kleines Beispiel: Websites mit der Endung .info sollen bei Suchanfragen eher geklickt werden, weil sie dem Informationscharakter entgegenkommen. Dieses Verhalten ist aber nicht offiziell bestätigt. Eine erste Ranking Analyse neuer TLDs in der lokalen Suche wurde von Searchmetrics am Beispiel von .berlin veröffentlicht.

http://blog.searchmetrics.com/de/2014/10/07/ranking-analyse-neuer-top-level-domains-berlin-tlds-in-der-lokalen-google-suche/

Searchmetrics Analyse TLDs

 

Noch Fragen? Wir beraten Sie gerne und freuen uns wie immer auf Kommentare und sagen bis zum nächsten Mal.

 

Weiterführende Links:

Wie entstehen neue TLDs?

Interview zum Handling von TLDs – Google Webmaster Blog

Ranking Analyse neuer TLDs von Searchmetrics





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